Was bedeutet eigentlich ...? Was steht für ...?
Viele Fachbegriffe und Abkürzungen sind in der Welt der elektronischen Musik vorhanden.

Der DJNETZ-User "XXL" hat einige dieser Begriffe erläutert und in dem folgenden Glossar verfasst.

Das Glossar hat keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Solltet Ihr weitere Abkürzungen kennen, mailt diese inklusive kurzer Erklärung an die Redaktion.

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DJ Glossar

ALPS-Fader
Hochwertige Mischpult-Fader. ALPS-Fader sind besonders langlebig.
Anti-Skating
Die Anti-Skating Einrichtung eines Tonarms gleicht eine zur Mitte des Plattentellers gerichtete Kraft aus. Je näher der Tonarm in die Mitte kommt, desto größer der Effekt. Der Tonarm wird nach innen gezogen und die Nadel drückt auf die innere Rille. Mit Anti-Skate wird das ausgeglichen
Anti-Skip
bedeutet, dass der CD Player die CD bzw. den Track, oder einen Teil des Tracks, vorher in einen Pufferspeicher einliest und dann vom Speicher aus wieder gibt. So wird verhindert, dass die CD bei Erschütterungen aussetzt (Lesefehler)
Aux
Auxillary bezeichnet einen universal Eingang, der meist hochpegelig ist
Beatcounter
Ist ein Gerät (elektronisch) das zum Ermitteln des Takts (BPM) eines Tracks dient, kann man auch manuell bedienen mit einer TAB-Taste.
TAB-Taste
wird bei jedem Beat gedrückt und der Counter ermittelt anhand der Zeit den Beat. Moderne Counter brauchen 3-4 manuelle Anschläge der TAB-Taste.
Beatmatching
Beatmatching (Beatmixing) ist das taktgenaue Synchronisieren der Geschwindigkeit zweier Tracks. Dabei wird der Schlagzeugrhythmus (Beat) beider Tracks so ineinander gemischt, dass der Übergang zwischen beiden Musikstücken (Tracks) kontinuierlich wirkt und oft unentdeckt vom Puplikum bleibt
Bit
ist die kleinste Einheit einer Binärzahl, dessen Wert 1 oder 0 sin kann. 8 Bit = 1 Byte
Boost
verstärken, hervorheben
Brake
lässt den Plattenteller langsam auslaufen oder starten. Gerne in einem Set zum Wechseln des Styles genommen oder für Promotion im Set.
Chinch
ist eine ungenormte Steckverbindung, auch RCA genannt
CPU
Zentrale Recheneinheit eines Computers
Cue-Point
ist der Startpunkt eines Lieds, den der DJ an einer beliebigen Stelle festlegt, meist der Start der Baseline, Vocals etc.
Controller
ist ein Sammelbegriff für Steuergeräte z. B. über MIDI
BPM
Beat-Per-Minute legt die Maßeinheit des Tempos eines Tracks fest = Schläge pro Minute
DB
Dezibel ist eine Maßeinheit für den Schalldruckpegel, Pegeldifferenzen und Pegelstände
Direktantrieb
Der Plattenteller sitzt direkt auf der Motorachse. Vorteil: starke Zugkraft beim Start.
DSP
Digital-Signal-Processor ist ein Computer Baustein der für die Echtzeitberechnung von Audio zuständig ist. Das bedeutet, die Effeckte können in Echtzeit wiedergegeben werden.
EQ (Equalizer)
ist ein elektronisches Bauteil zur Bearbeitung und Entzerrung von Tonfrequenzen.
Fire-Wire
Schnittstelle am PC, meist für Audio oder Video genutzt
Gain-Level
dient zum Ausgleichen von Lautstärkeunterschieden zwischen den einzelnen Quellen.
Gleichlaufschwankungen
ist eine Drehzahlabweichung (Frequenzschwankung) Gleichlaufschwankungen unter 0,12 % können nicht mehr wahrgenommen werden
Ground
auch als GND bezeichnet steht für Masse-Potential, Erde
HE
Bezeichnung für Höheneinheit. 1 HE sind 4,45 cm und wird im Bereich der 19" Technik verwendet (1" = (inch), 1 inch = 2,54 cm)
Interface
ist ein Schnittstelle, die eine Programmoberfläche am PC bzw. Software und Hardware zusammen in Funktion bringt.
Jog-Wheel
Drehbares Bedienelement am CD-Player, Konsolen und Mischpulten.Wird zum Scrollen und Steuern benutzt.
Kanal
ist eine Tonspur
Kbps
steht für eine Datenübertragungsrate, Kilobit pro Sekunde
Key-Lock
verhindert den Micky Maus Effeckt beim Pitchen
Kompressor
Ein Kompressor verringert Lautstärkeunterschiede. Der Kompressor gleicht also Pegelspitzen aus und sorgt für ein harmonisches Gesamtklangbild
Latenz
ist die Zeit zwischen dem Tastenanschlag und dem Erklingen eines Tones, bzw. dem Tastenanschlag und dem erfolgen einer Reaktion. Die Latenz hängt mit den Soundkartentreibern zusammen, die immer eine gewisse Zeit brauchen, das Signal oder den Klang von der CPU des PCs umzusetzen
LED
Light-Emiting-Diode ist ein elektronisches Bauteil für die optische Anzeige
Level
Bezeichnung für Pegel (siehe Pegel)
Limiter
werden eingesetzt um Übersteuerungen vorzubeugen
Loop
Meist aus 4 oder 8 Takten eines Musiktitels bestehend, die immer wiederholt werden
Line
die Kennzeichnung für hochpeglige Ein- und Ausgänge
Mikrofon
ist ein Wandler, der Schallwellen mit einer Membrane und Elektronik umwandelt um sie elektronisch nutzbar zu machen (z. B. zu verstärken)
MIDI
Musical-instrument-digital-interface, Digitale Schnittstelle für Musikinstrumente und Mischpulte die mit dem PC verbunden sind. MIDI liefert Steuerinformationen zwischen digitalen Instrumenten und dem PC.
Monitoring
ist ein Sammelbegriff und steht für Überwachung und Beobachtung. Oft auch im Sinne von Monitorboxen genannt.
Mono
ein Kanal wird wiedergegeben
MP3
ist die Bezeichnung für ein Audioformat
On the Fly
ist umgangssprachlich bei DJs und bedeutet "während der Wiedergabe"
PA
Abk. für Public-Adresssystem. Damit ist die gesammte Lautsprecheranlage für Beschallung gemeint
Performance
Leistung
Pegel
Angezeigtes Verhältniss zu einer Bezugsgröße. Pegel wird auch Level genannt
PFL
Pre-Fade-Listening, Solomodus bei dem das abzuhörende Signal vor dem Fader abgegriffen wird
Pitch
Bei professionellen DJ-Plattenspielern kann mittels Pitch (werfen, neigen, stimmen; pitch = Tonhöhe oder auch Neigungswinkel anpassen) die Umdrehungszahl des Motors verändert werden, um zwei Lieder mit unterschiedlicher Geschwindigkeit (BPM) mit einander mixen zu können. Bei CD Playern geschiet das über einen Prozessor (virtuell) im CD Player
Plug
Stecken, Stecker
Quartz Lock
damit wird der Pitchregeler umgangen und die Geschwindigkeit auf + / - 0 gesetzt
Riemenantrieb[/B]
ein elastischer Riemen treibt den Plattenteller an. Vorteil: Schwingungsentkopplung. Gegenteil zu Direktantrieb.
RPM
Rounds-per-Minute, wieviele Runden pro Minute sich der Plattenteller dreht. Es giebt drei Möglichkeiten bei einem Turntable33 / 45 / 78 RPM
RMS
ist die aufgenommene bzw. abgegebene Leistung eines Verstärkers / einer Box in Watt ohne Stöhrung und Überlast! Achtung, dieser Wert ist nicht aussagekräftig! HIFI Norm DIN 45500 Sinus Dauertonleistung ist wichtig.
Rumpeln
gibt an wie stark der Turntable im Betrieb schwingt, denn jedes elektrisch angetriebene Teil überträgt Schwingungen auf das Gehäuse und beinflusst somit den Tonabnehmer
Sampler
ist ein Gerät mit dem Signale digital aufgezeichnet werden können. Die Signale befinden sich dann im Speicher und können bearbeitet werden und auch wiedergegeben werden.Viele Profi-DJ-Pulte haben eine Samplebank bzw. einen Samplespeicher
Scratch
Scratch heißt zerkratzen und ist das vor und zurückbewegen im Rhytmus der Vinyl. Dadurch erzeugt der DJ Verzerrungen und Effekte mit einem Turntable
Slipmat
aus Neopren oder Filz hergestellt. Die Scheibe ist so groß wie Plattenteller und liegt zwischen Teller und Vinyl. So kann diePlatte angehalten werden ohne den Turntable zu stoppen bzw. abzubremsen. Erst dadurch wird scratchen ermöglicht.
Standalone
Gerät arbeitet unabhängig von anderen.
Stereo
Wiedergabe von zwei Kanälen
Sequenzer
Gerät oder Software zur Wiedergabe, Aufnehmen, bearbeiten von Daten
Stroboskop
ist ein Lichtblitzgerät, dass Lichtblitze in regelmäßigen Abständen sendet. Dadurch erscheinen bei Dunkelheit die Bewegungen abgehackt. Ihr kennt die optische Täuschung von Euren Turntables: Die Rillen oder Nuten bewegen sich vor, zurück oder stehen scheinbar still
Synthesizer
ist ein elektronisches Tasteninstrument speziell für künstlichen Klang
System und Tonarm einstellen
Tonarm mit System über dem Teller schweben lassen. Das Gegengewicht so einstellen, dass der gesammte Tonarm waagerecht frei schwebt. Die Skala am Gegengewicht auf Null stellen (Nullmakierung am Tonarm) und dann das empfohlene Auflagegewicht durch drehen des Gegengewichtes einstellen. Meist etwas zwischen 2g und 4g. Springt die Nadel beim Scratchen, muss das Gewicht nachjustiert werden.
Talkover
an vielen Mischpulten zu finden. Diese Funktion fährt das Mastersignal, das von den Quellen kommt, runter und regelt das Mikrofon dazu, so dass der Pegel des gesammten Signals auf einem Level bleibt. An einigen Mischpulten wird das automatisch über das Ausgangssignal des Micros geregelt (siehe Radio Moderation)
Tonabnehmer
Elektroakustischer Wandler, der Schwingungen der Vinyl in Spannung (Volt) umwandelt
Trigger
ist ein Auslösemechanismus z. B. an Synthesizern oder Keyboards
Tonspur
ist der Ausdruck für jegliche Art einer Tonaufzeichnung, der Ausdruck Tonspur kommt noch von den alten Tonbändern
Total Harmonic Distortion
Abkürzung THD (Gesamte harmonische Verzerrung), gibt die Größe nichtlinearer Anteile an, also der Verzerrungen eines elektrischen oder akustischen Signals.
Unplugged
heißt so viel wie nicht eingesteckt. Bei Unplugged-Konzerten von Live Acts wird auf Elektronik bewusst verzichtet und es wird mit akustischen Instrumenten gespielt.
USB
Universeller Serieller Bus. Elektronische Schnittstelle zwischen PCs, Audiogeräten uvm.
VST
steht für Virtual Studio Technolgy. Dieser Standart wurde von Steinberg entwickelt und es ist ab VST 2.0 möglich, virtuelle Klangerzeuger in einer Sequenzerumgebung zu vereinen
Vocals
ist die gesungene Stimme in einem Track
Vorverstärker
Vorverstärker haben den Job, die Eingangssignale von verschiedenen Quellen so aufzubereiten. Meist bei Mikrofoneingängen vorhanden, um das meist schwache Mikrofonsignal zu verstärken
VU-Meter
Volume-Unit-Meter, Aussteuerungsmesser bzw. Anzeige der Signalstärke mit LED oder Zeiger
WAV
ist die Bezeichnung für ein Audioformat
Wirkungsgrad
Ist das Verhältnis zwischen Input und Output.
XLR
Profi Stecksystem

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